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Hanspeter Konrad
Pressemitteilung  | 

„Für die nachhaltige Entwicklung der beruflichen Vorsorge ist es zentral, die Bedürfnisse aller Beteiligten, der erwerbstätigen Versicherten und der Rentenbezüger, fair abzudecken.“

Hanspeter Konrad, Direktor des ASIP, Schweizerischer Pensionskassenverband, und Keynote an der Personal Swiss 2018, sprach mit uns im Vorfeld der Messe über die Auswirkungen, die der Wandel der Arbeitswelt auf die Altersvorsorge hat. Was eine faire berufliche Vorsorge seiner Meinung nach ausmacht und wie sie gewährleistet werden kann, erfahren Sie im Interview.

Herr Konrad, Sie sind der Direktor des Schweizerischen Pensionskassenverbandes ASIP. Was ist Ihrem Verband besonders wichtig, und welche Ziele verfolgen Sie?

Die Alters-/Hinterlassenen- und Invaliden (AHI-) Vorsorge soll weiterhin auf drei eigenständigen Säulen basieren. Die kapitalgedeckte, kollektive berufliche Vorsorge als zweite Säule nimmt in diesem System einen wichtigen Stellenwert ein. Der ASIP fokussiert sich daher auf die Erhaltung, Förderung und Weiterentwicklung der beruflichen Vorsorge. Dabei ist der demografischen Entwicklung, der Flexibilisierung der Arbeitsverhältnisse, den wirtschaftlichen Veränderungen und dem Wandel der Finanzmärkte Rechnung zu tragen. Als unabhängiger Fachverband sind wir Ansprechpartner für alle Akteure im Umfeld der beruflichen Vorsorge.

Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel. Welche Auswirkungen hat das auf die Altersvorsorge?

In der Tat prägt der Wandel der Lebens- und Arbeitsformen die Ausgestaltung der Vorsorgesysteme. In vielen Ländern – so auch in der Schweiz – sind die Vorsorgesysteme auf traditionelle Arbeitsverhältnisse aus-gerichtet. Die Arbeitswelt befindet sich aber in einem rasch voranschreitenden Wandel. Teilzeitarbeit, befristete Arbeitsverhältnisse, Arbeit auf Abruf, Temporärarbeit und Tätigkeiten über digitale Plattformen werden zunehmend wichtiger. Vor diesem Hintergrund sind auch die Vorsorgesysteme zu flexibilisieren.

Was macht eine faire berufliche Vorsorge aus? Wie kann sie gewährleistet werden?

Für die nachhaltige Entwicklung der beruflichen Vorsorge ist es zentral, die Bedürfnisse aller Beteiligten, der erwerbstätigen Versicherten und der Rentenbezüger, fair abzudecken. Anzustreben ist ein Gleichgewicht zwischen den auszurichtenden Rentenleistungen sowie den Beiträgen und erzielten Renditen. Mit der seit langem geforderten Senkung des Umwandlungssatzes wird vor allem die systemwidrige Umverteilung von jüngeren zu älteren Versicherten (Rentnern) reduziert. Dies bedeutet nicht nur einen Beitrag zur Stabilisierung der zweiten Säule, sondern auch einen Beitrag zur Generationengerechtigkeit, geht diese sozial unverträgliche Quersubventionierung doch zu Lasten der Beitragszahler, besonders der jüngeren Generation.

Ist die berufliche Vorsorge/die zweite Säule Ihres Erachtens nach in Gefahr?

Das Fundament unserer Altersvorsorge ist intakt, es ist aber zwingend an die veränderten Rahmenbedingungen anzupassen. Das kapitalgedeckte Vorsorgesystem spielt eine wichtige volkswirtschaftliche und sozialpolitische Rolle. Die Pensionskassen tragen wesentlich zur Alters-/Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge bei. Sie leisten mit ihren Anlagen auf dem Finanzmarkt einen Beitrag zur Wirtschaftsentwicklung.

Wie können Unternehmen ihre Mitarbeiter am besten in Sachen Vorsorge unterstützen?

Die berufliche Vorsorge ist ein typisches Mittel betrieblicher Sozialpolitik der Unternehmen. Sie ist eines der zentralen Elemente in der Ausgestaltung der vertraglichen Beziehungen zwischen Unternehmen, Mitarbeitenden und Rentnern. Die Unternehmen können daher einen Beitrag zur Stärkung des Vertrauens in ihre Pensionskassenlösung durch transparente Informationen leisten. Ein offener, konstruktiver Dialog über eine nachhaltige, vertrauenswürdige und verlässliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge ist - auch im Hinblick auf weitere Volksabstimmungen - notwendig. Durch das Setzen klarer Rahmenbedingungen werden Transparenz und Rechtssicherheit geschaffen und das Vertrauen der Versicherten ins System berufliche Vorsorge gestärkt.

An wen richten Sie sich mit Ihrem Vortrag – wer sollte ihn unbedingt besuchen?

An alle, die sich für die Zukunft der Altersvorsorge interessieren und erfahren wollen, auf welchen Rahmenbedingungen eine nächste Reform basieren muss. Willkommen sind daher Versicherte, Arbeitgebervertreter und Rentner.

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