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Diana Risola
Interview  | 

„Das Thema Digitalisierung ist beim HR angekommen“

Wir hatten die Gelegenheit, Diana Risola, Head of HR bei Philips Schweiz und Mitglied der Geschäftsführung, bereits im Vorfeld der Messe zu interviewen. Sie verfügt über langjährige HR-Erfahrung und übernahm bereits mit 33 Jahren ihre erste HR-Leitungsfunktion. In ihrer Keynote am 17. April spricht sie über die Organisation des BGM bei Philips. Diana Risola gab uns einen Einblick in die aktuell grössten Herausforderungen der HR-Branche. Was sie an der HR-Arbeit besonders fasziniert und wie sich Philips aktiv für die Gesundheit seiner Mitarbeiter einsetzt, erfahren Sie im Interview.

Wie und warum kamen Sie zum HR-Bereich? Was reizt und fasziniert Sie an der Arbeit?

Die Hälfte meiner Lehrzeit habe ich im HR-Direktionssekretariat gearbeitet. Als Assis¬tentin der HR-Direktorin habe ich Einblicke ins HR erhalten, die man normalerweise in einer Lehre nicht bekommt. Das hat mich enorm fasziniert, zumal mein Lehrbetrieb, Welti-Furrer, zu dieser Zeit eine schwierige Phase durchgemacht hat. Wir mussten umstrukturieren und standen vor einer Nachlassstundung. Beim Lehrabschluss, da war ich gerade einmal 20 Jahre alt, ist mir klar geworden, dass HR meine Berufung ist. Für mich als HR Business Partner ist es die grosse Spielwiese der HR-Arbeit, die mich fasziniert und auch nach 25 Jahren immer noch reizt. Jeder Arbeitstag hält neue Herausforderungen und immer wieder spannende Themen bereit, einfach weil es um Menschen geht, die in ihrer Art unterschiedlich sind. Mit der Investition in strategische Personalthemen wie zum Beispiel Talentförderung und -ausbildung, Change Management sowie systematisches Gesundheitsmanagement kann ich aktiv ins Unternehmensgeschehen eingreifen.

Was sind aktuell Ihre grössten Herausforderungen im HR-Bereich?

Das Thema Digitalisierung ist beim HR angekommen. Hier müssen wir konstant Schritt halten, Entwicklungen antizipieren und sicherstellen, dass unser HR die Herausforderungen des digitalen Zeitalters in seiner strategischen Ausrichtung berücksichtigt. Darüber hinaus gilt es konstant zu hinterfragen, ob die strategische Neuausrichtung von Philips mit der Mitarbeiterentwicklung übereinstimmt. Mitarbeitende sind heute sehr viel fordernder, informieren sich und haben genaue Vorstellungen, wie ihr Arbeitsumfeld auszusehen hat. Hier sind wir gefordert zu erkennen, was unsere Mitarbeitenden benötigen und wie wir als Philips mit unserer Strategie hier Synergien schaffen können. Die Talentsuche wird eine immer grössere Rolle spielen. Mitarbeitende werden sich in Zukunft „ihr Unternehmen“ aussuchen. Für uns bedeutet das, für Mitarbeitende attraktiv zu sein und einen Mehrwert zu bieten, der bei potentiellen Mitarbeitenden auf Zustimmung stösst.

Wie würden Sie Philips als Arbeitgeber beschreiben? Was macht das Unternehmen aus?

Philips ist ein Unternehmen in der Schweiz mit einer überschaubaren Mitarbeiterzahl. Obwohl wir uns in einem internationalen Umfeld bewegen, sind wir lokal getrieben. Das ist als positiv zu bewerten. Philips gibt mir als Arbeitgeber die Chance, vor Ort in der Schweiz Strukturen aufzusetzen und Prozesse anzustossen, die kulturell und von der Arbeitseinstellung her perfekt zu der Schweiz passen. Das prägt unsere Schweizer Philips Kultur. Auf der anderen Seite ist Philips auch international orientiert mit einem Headquarter in Amsterdam. Daran gilt es sich zu orientieren und stetig den Blick über den Tellerrand zu wagen. Philips ermutigt mich und seine Mitarbeiter ständig, neue Wege zu gehen.

Wie ist die Geschichte von „BGM“ im Unternehmen? Wie hat sich der Einsatz für Gesundheit und Wohlbefinden der Mitarbeitenden über die Jahre entwickelt? Wann und wie kam es zum aktuellen Programm „Philips in Balance“?

Seit einiger Zeit entwickelt sich Philips weg vom Elektronikkonzern hin zum Gesundheitstechnologieunternehmen. Das Friendly-Work-Space-Label passt zu dieser strategischen Neuausrichtung. Wir haben eineinhalb Jahre für den Zertifizierungsprozess benötigt, um ein systematisches BGM zu schaffen, das institutionell verankert ist, anstatt weiterhin auf einzelne BGM-Schwerpunkte zu setzen.

Der Prozess war nicht ganz einfach, denn ich musste die Geschäftsleitung vom Mehraufwand überzeugen und aufzeigen, wie schwierig es künftig sein wird, Talente zu finden und an das Unternehmen zu binden. Auch unsere Mitarbeitenden habe ich angesprochen und aktiv in den Prozess integriert. Wir bieten beispielsweise flexible Arbeitszeiten an. Präsenszeit ist für mich wenig relevant, sondern die Leidenschaft, sich einzusetzen und den von Philips gebotenen Freiraum zu gestalten. Dann stimmen auch die Ergebnisse. Wir haben verschiedene Familienmodelle eingeführt und wir berücksichtigen auch die unterschiedlichen Biorhythmen unserer Mitarbeitenden. Der Teamzusammenhalt und die Arbeitseinstellung geben uns hierbei recht.

In Ihrer Keynote an der Personal Swiss werden Sie bestimmt noch genauer auf Ihr Gesundheitsprogramm eingehen. Können Sie hier „Philips in Balance“ trotzdem kurz umreißen? Was sind die wichtigsten Bestandteile?

„Philips in Balance“ bieten wir auf dem DACH-Level seit vielen Jahren an. Das Programm richtet sich an die gesamte Belegschaft. Ziel ist es, über eine gesunde Lebensweise und Gesundheit am Arbeitsplatz zu informieren. Bei unserem Angebot für unsere Mitarbeitenden stützen wir uns auf drei Schwerpunkte: Erstens Verhaltensprävention und damit ist die gesunde Selbst-Steuerung eines Mitarbeitenden gemeint. Zweitens hat die Verhältnisprävention Vorrang im Arbeitsschutz. Und drittens achten wir auf ein gesundes Miteinander in der Zusammenarbeit, in der Hierarchie genauso wie im Gesamtunternehmen.

Was versprechen Sie sich davon, dass Sie sich für Gesundheit und Wohlergehen einsetzen – und welche Rolle spielt das Label Friendly Work Space in diesem Zusammenhang, das Sie im Jahr 2016 erhalten haben?

Davon versprechen wir uns eine Belegschaft, die mit Herz und Verstand bei Philips arbeitet und gern zur Arbeit kommt. Wir arbeiten natürlich weiterhin stets daran, als attraktiver Arbeitgeber für Jobsuchende im Schweizer Markt wahrgenommen zu werden. Nicht zuletzt wirkt sich dieser Ansatz auch auf die Geschäftsleitung aus und wie sie gemeinsam mit den Mitarbeitenden Philips zukunftssicher macht und weiterentwickelt. Das Label Friendly Workspace unterstreicht nur unsere strategische Neuausrichtung, die wir mit einem systematischen BGM vor einigen Jahren ins Leben gerufen haben.

Inwiefern ist das Programm ein Erfolg und woran machen Sie das fest? Wie nehmen Ihre Mitarbeitenden das Angebot an?

Philips definiert jedes Jahr Hauptthemen. Durch die Vielfalt der Themenschwerpunkte, die wir unseren Mitarbeitenden anbieten – dazu gehören Themen wie Ernährung, Bewegung oder Resilienz - können wir eine rege Teilnahme an den Vorträgen verbuchen.

Wir bieten darüber hinaus Workshops und Schulungen für alle unsere Mitarbeitenden an, egal auf welcher Hierarchiestufe sich diese befinden. Bei Philips arbeiten heisst, sich stetig weiter zu entwickeln und neugierig zu sein. Die Zahl an Langzeitkranken konnte aufgrund von Führungsschulungen zum Thema Gesundheitsorientierte Führung reduziert werden. Wir führen diese Schulungen jedes Jahr durch, um Wissen aufzufrischen und Erlerntes zu vertiefen.

Was sind die Pläne für die Zukunft?

Wir verfolgen eine klare Mitarbeiterstrategie, die auf drei Säulen fusst:

  • Workforce of the Future
    • Eine agile und schlanke Belegschaft, die Fähigkeiten mitbringen die helfen, unsere Business Strategie voranzutreiben.
  • Inclusion & Diversity
    • Gender Diversity
    • Förderung heterogener Teams
  • Culture of Performance
    • Wir kreieren eine Leistungskultur,
      • die einen ausgeprägten Kundenfokus beinhaltet
      • die unser differenziertes Führungsverhalten stärkt
      • die eine moderne Arbeitsweise ermöglicht, um selbstbestimmt zu arbeiten

Und nun abschliessend: Warum sollten die Messebesucher zu Ihrer Keynote kommen?

Ich bin eine sehr leidenschaftliche Verfechterin eines systematischen HR, das nicht nur Systeme und Strategien in den Mittelpunkt ihres Tuns stellt, sondern die Mitarbeitenden fest im Blick hat. Ohne eine Involvierung der Mitarbeitenden und die Fähigkeit ihnen zuzuhören und ihre Ideen in greifbare Lösungen umzusetzen, ist ein funktionierendes HR bei Philips nicht denkbar. Das werde ich in meiner Keynote aufzeigen. It`s all about people.

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